Sehr geehrter Herr Tölch,

zu den Hauptverkehrszeiten – hier in den Nachmittagsstunden – zeichnet sich auf der Bundesautobahn (BAB) A45 Kreuz Castrop-Rauxel Ost in nördlicher Richtung ein sehr starker Rückstau von Fahrzeugen ab, die insbesondere die BAB A2 über den einspurigen Zubringer in Richtung Hannover befahren. Hierbei wird häufig die rechte einspurige Parallelfahrbahn zur A45 benutzt, die auch als Autobahnzubringer in beide Richtungen für die BAB A42 dient.

Ebenfalls in den Morgenstunden und in südlicher, also entgegengesetzter Richtung der BAB A45, ergeben sich Fahrzeug-Rückstaus in Höhe des angesprochenen Autobahnkreuzes, hier jedoch durch den lediglich einspurigen Zubringer der Bab A42 aus Richtung Castrop-Rauxel.

Mit einem noch größeren und weiterhin anwachsenden Verkehrsaufkommen muss auf diesen Autobahnen und Autobahnkreuzen gerechnet werden durch:

  • das LKW-Fahrverbot auf der B1 (A40)
  • die Anbindung der Westfaliastraße an die „Hafenautobahn“
  • Fertigstellung des Gewerbegebietes „Knepper“
  • und die weitere Zunahme von Kraftfahrzeugenanmeldungen

In der Vorlage der Verwaltung der Stadt Dortmund für die Sitzung der Bezirksvertretung Mengede am 05.02.2020, Drucksache 16385-20 vom 20.01.2020, wurde im Rahmen der Änderung Nr. 2 des

Bebauungsplanes Mg 116 ein Verkehrskonzept vorgestellt, das die Entwicklung im Rahmes der Ertüchtigung des ehemaligen Kraftwerksgeländes „Knepper“ umfasst.

Die entsprechenden, vor längerer Zeit im Mai 2018 durchgeführten Erhebungen und gegebenen Empfehlungen, beschränken sich hierbei lediglich auf die innerörtlichen verkehrlichen Zustände bzw. Daten. Diese umfassten die Belastungen am Königshalt, Langenacker und der Anschlussstelle (Auffahrt) DO-Bodelschwingh, benannt als Knotenpunkt (KP) 2 und als KP 1: Königshalt sowie Anschlussstelle (Abfahrt) DO-Bodelschwingh.

Zur verkehrlichen Entschärfung empfahl das beigefügte Gutachten für KP 1 einen dreistufigen Ausbau der Ausfahrtsrampe von der Anschlussstelle Castrop der BAB A42. Des weiteren ist für den KP 2 geplant:

  • doppelte Linksabbiegerfahrspuren auf die BAB A42
  • zusätzliche Fahrstreifen in der Zufahrt zum Langenacker
  • zweispurige Auffahrt zur BAB A42

Nach Auffassung der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mengede steht dieses auf die unmittelbare Örtlichkeit beschränkte und unter Mitwirkung der SEGRO Germany GmbH entwickelte Verkehrskonzept nicht im Kontext zu den eingangs erläuterten überörtlichen verkehrlichen Gegebenheiten bzw. Entwicklungen. Nur in Verbindung mit den dort aufgezeigten Verkehrsproblemen lassen sich für den gesamten Dortmunder Nordweste nachhaltige Entlastungseffekte für die betreffenden Straßen bzw. Autobahnen erzielen, um letztlich dem drohenden Verkehrskollaps entgegenzuwirken.

Ein weiteres Problem besteht in diesem Zusammenhang darin, dass sowohl PKW, aber auch in erheblichem Umfang LKW die im Stadtbezirk Mengede angesiedelten zwei Gewerbegebiete, nämlich Oestrich und Bodelschwingh, über stark befahrene Straßen ganztägig ansteuern. Diese Fahrzeuge befahren mitunter schmale innerörtliche Straßen, in denen auch Wohngebiete liegen.

Das betrifft bspw. Den Königshalt, Hansemannstraße, Haberlandstraße, Breisenbachstraße, Kammerstück, Bodelschwingher Straße und Richterstraße. Ampeln und teilweise Barrieren behindern zudem gleichmäßiges Fahren und Emissionen belasten die Wohngebiete und deren Anwohner.

Ein Lösungsvorschlag für diese Verkehrsprobleme könnte darin bestehen, dass man eine Verbindungsstraße von der BAB A42 in östlicher Richtung bis zum Bereich Bodelschwingher/Haberlandstraße schafft und die beiden genannten Gewerbegebiete möglichst ampelfrei an diese anbindet. Gewisse Voraussetzungen sind dafür bereits gegeben.

Anhand der aufgezeigten Verkehrsprobleme auf den angesprochenen Straßen im Dortmunder Nordwesten stellt die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mengede den Antrag, dass die Verwaltung der Stadt Dortmund mit Straßen.NRW Gespräche bzgl. eines Verkehrs-Gesamtkonzeptes aufnimmt und führt, deren Ziel es ist, eine Planung und Durchführung einer spürbaren Entlastung der innerörtliche- bzw. überörtlichen Straßen einschließlich der Bundesautobahnen durch die völlige Umgestaltung der Auf- und Abfahrten am Autobahnkreuz Castrop-Rauxel Ost und der Zufahrt zur A2 und den Neubau einer Verbindungsstraße zur Entlastung der Gewerbegebiete zu realisieren.


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