Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion im Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün stellt zu dem oben genannten Tagesordnungspunkt folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Die Verwaltung wird gebeten, zeitnah das im Masterplan „Mobilität 2030 – Teilkonzept Mobilitätsmaßnahmen zur Luftreinhaltung“ (DS-Nr.: 11825-18) vorgesehene Park and Ride- (P+R) und Bike and Ride-(B+R)-Konzept vorzulegen. Dabei sollte sowohl der Ausbau bestehender Angebote als auch die Prüfung und Einrichtung neuer Angebote betrachtet sein. Es wird erwartet, dass das Konzept Maßnahmen vorschlägt, die einem „Missbrauch“ der Parkmöglichkeiten auf P+R-Parkplätzen vorbeugen (z. B. Schranken in Verbindung mit P+R-Kombiticket), damit die Stellplätze allein dem Nutzerkreis des ÖPNV zur Verfügung stehen. Zu berücksichtigen sind u. a. die Programme des VRR zur Förderung von P+R und „Smarten Parkens“.

Begründung

Zuletzt wurde das „Konzept für Abstellmöglichkeiten für Pkw und Fahrräder an Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zum Parken und Reisen: Park and Ride- (P+R) und Bike and Ride-(B+R)“ der Stadt Dortmund im Jahr 2006 aktualisiert (DS Nr.: 05800-06). Im Vergleich zu anderen Großstädten verfügt Dortmund über relativ wenige P+R-Stellplätze. Dabei sind P+R Parkplätze schon alleine angesichts der großen Zahl der Einpendler (rd. 109.000) und Auspendler (rd. 81.000) ein wichtiger Baustein zur Reduzierung des hohen Verkehrsaufkommens in Dortmund.

Das Umsteigen auf den ÖPNV muss allerdings attraktiv sein. Wer erst aufwendig einen Parkplatz/Abstellplatz suchen muss, wird sich das Umsteigen auf den ÖPNV überlegen.

Deshalb sollte nicht nur die Schaffung neuer Angebote geprüft werden, sondern auch der Ausbau bestehender P+R-Parkplätze und Fahrradabstellmöglichkeiten in den Blick genommen werden.

Unsere Stadt hat sich an einigen Standorten weiterentwickelt und in der Bevölkerung hat ein Umdenken eingesetzt. All dies hat Auswirkungen auf den Bedarf für P+R-Parkplätze und B+R-Angebote. So ist beispielsweise die Nachfrage nach Stellplätzen auf dem P+R-Parkplatz Bodelschwingh/Westerfilde inzwischen so groß, dass der umliegende Bereich zugeparkt wird. Für diesen Standort mit S-Bahn- und Stadtbahnhaltestelle ist das vorhandene Parkplatzangebot zu gering. Beispielhaft ist es hier geboten, einen Ausbau des vorhandenen Angebotes zu erwägen.

In seiner letzten Sitzung am 18. Juni 2020 hat der Rat der Stadt Dortmund den Bau eine Park+Ride-Anlage in Dortmund-Kley beschlossen.

Statt Einzelbetrachtungen anzustellen, sollte es ein aktualisiertes Gesamtkonzept geben.

Es sind Vorkehrungen zu treffen, dass die Anlagen tatsächlich nur von denen genutzt werden, die vom Auto auf den ÖPNV umsteigen.

Für die notwendigen Investitionen in P+R/B+R-Anlagen stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, insbesondere des VRR.


Verantwortlich: