Im Ringen um die Einführung sogenannter „Frauen-Nacht-Taxis“ hat die Dortmunder CDU-Fraktion einen politischen Durchbruch erzielt. In der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses wurde die Stadtverwaltung per Antrag mit der Erarbeitung eines konkreten Konzeptes beauftragt. Geht es nach dem Willen der Christdemokraten, können Frauen in Dortmund schon bald eine nächtliche Taxifahrt zur Wohnadresse zu vergünstigten Konditionen in Anspruch nehmen.

„Unsere Hartnäckigkeit in dem monatelangen Kampf um ein besseres Mobilitätsangebot für Frauen in den Nachtstunden hat sich ausgezahlt.“

Justine Grollmann, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion.

Mit dem Gutscheinsystem, das bereits in vielen deutschen Großstädten praktiziert wird und dort großen Zuspruch erfährt, wollen die Christdemokraten vor allem eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Frauen im öffentlichen Raum erreichen. „Wir setzen uns damit für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt ein. Es ist ein zusätzliches Angebot, das auf Gleichstellung und sozialen Ausgleich zielt. Denn von den Nacht-Taxis werden insbesondere Frauen aus einkommensschwachen Haushalten profitieren, die bislang aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten auf eine Taxifahrt verzichtet haben“, meint Grollmann.

Gerade deshalb sei es absolut unverständlich, warum die SPD weiterhin als einzige Fraktion die CDU-Initiative ablehne. „Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung auf Grundlage unseres Antrags ein ansprechendes Konzept entwickelt und dieses zeitnah als Beschlussvorlage den politischen Gremien zuleitet. Wenn es dann soweit ist, hoffen wir auf eine breite demokratische Mehrheit für das Modellprojekt. Im Optimalfall ist das Angebot schon im ersten Halbjahr 2021 verfügbar“, so Grollmann abschließend.


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