Jede Woche lesen wir erneut, wie viele Menschen mit ihrem Auto durch die Dortmunder Innenstadt rasen und dabei weder Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, noch auf die geltende Straßenverkehrsordnung nehmen. Gleiches gilt für die Poser-Szene, die rund um den Phönix See und in der Geschwister-Scholl-Straße ihre Motoren laut aufheulen lässt und sich lautstark in den Anwohnerstraßen über ihre zurechtgemachten Fortbewegungsmittel unterhalten. Grund genug für den ordnungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Uwe Wallrabe, Maßnahmen zu fordern, die langfristig dieser Szene den Aufenthalt in Dortmund erschweren bzw. verleiden.

„Null Toleranz gegen Raser und auch null Toleranz gegen Menschen, die das gemeinschaftliche Leben nicht respektieren“, äußert sich Wallrabe verärgert über diese Szene. „Es kann nicht sein, dass eine Raser- und Poser-Szene jedes Wochenende Personal von Polizei und Ordnungsamt bindet, das an anderen Stellen – gerade zu Corona-Zeiten – dringend gebraucht wird. Verschärfte Geschwindigkeitskontrollen, temporeduzierende Maßnahmen auf Straßen – das sind zwar wirkungsvolle Schritte – aber am Ende nicht so abschreckend, dass sich dadurch die Szene auflöst. Auch eine schnelle und wirkungsvolle Bearbeitung der Verfahren gegen beschuldigte Fahrer und Fahrzeughalter mit Fahrverboten und die Stilllegung von Fahrzeugen bei vorgenommenen Fahrzeugmanipulationen brachte bisher nur temporär die gewünschte Abschreckung.“

Wallrabe wünscht sich, dass alle rechtlichen Möglichkeiten in Gänze ausgeschöpft werden. „In diesem Zusammenhang sollten auch die Verfahrensschritte zum Nachweis der geforderten „charakterlichen Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges“ als ergänzendes Element noch einmal verwaltungsrechtlich überprüft werden“, so Wallrabe.

Und Wallrabe weiter:

„Auch sollten Präventionsmaßnahmen bereits in den Schulen oder direkt in der Fahrschule durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte die Stadtverwaltung auch die Installation von versenkbaren Pollern und temporäre Einbahnstraßenregelungen als dauerhafte Maßnahmen in Betracht ziehen. Einen entsprechenden Antrag reichen wir zur Sitzung des ABöOAB am 9. Februar ein.“


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