Auf Initiative der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur plant die Stadt Dortmund, sich als Teil der „Industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ für den Titel UNESCO – Weltkulturerbe zu bewerben.

Die CDU spricht sich gegen die Bewerbung aus und warnt vor Nachteilen für die zukünftige Stadtentwicklung. Ganz im Gegenteil, erwartet die CDU deutlich stärkere Aktivitäten der Stadt und der Region, um Dortmund und das Ruhrgebiet als Standort für Aufbruch, Innovation, Wissenschaft und Transformation in der Vermarktung in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit und von Investoren zu rücken.

„Das Image des Ruhrgebiets wird in der Öffentlichkeit vielfach verzerrt und falsch dargestellt und wahrgenommen. Diese Bewerbung birgt sehr deutlich das Risiko, das Ruhrgebiet in der öffentlichen Wahrnehmung als Museum zu platzieren anstatt als Ort der Innovation, des Aufbruchs und der Transformation. Die CDU ist stolz auf die große Geschichte Dortmunds und der Region als Industrieregion mit den Themen Stahl, Kohle oder Bier. Genauso unterstützen wir alle sinnvollen Anstrengungen, den Strukturwandel nach dem Niedergang dieser Industrien zu bewältigen und begleiten diesen auch zukünftig. Die Region dem Diktat eines Weltkulturerbes und den damit verbundenen Restriktionen zu unterwerfen, ist aus Sicht der CDU dabei nicht hilfreich. Erfahrungen, die andere Orte wie Dresden mit der Waldschlößchenbrücke oder die Montanregion Erzgebirge gemacht haben bzw. machen, bestärken uns in unserer Haltung. So werden zum Beispiel die Einschränkungen durch Vorgaben bezüglich einzuhaltender Pufferzonen und des Schutzes von Sichtachsen bei vorgeschlagenen Objekten aus Sicht der CDU auf Seiten der Verwaltung unterschätzt“, befürchtet Waßmann.

Die Verwaltung schlägt in einer Liste 21 Standorte vor, die auf Dortmunder Gebiet Gegenstand eines Weltkulturerbes werden sollen, darunter unter anderem der Dortmunder Hafen, die Zeche Gneisenau, die Zeche Zollern oder die Kokerei Hansa.


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