Zur nächsten Sitzung des Beschwerdeausschusses bitten die Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Verwaltung zu prüfen, inwieweit die Einführung des Systems „Mobile Retter“ in Dortmund eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Rettungssystem in Dortmund darstellen könnte.

„In Deutschland erleiden jährlich ca. 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand, nur 10% überleben einen solchen Notfall (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit). Für eine Vielzahl der Betroffenen können die Überlebenschancen durch frühzeitig eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen deutlich erhöht werden“, so der ordnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Uwe Wallrabe.

Und Wallrabe weiter:

„Die „Mobilen Retter“ sind qualifizierte Ersthelfende und ergänzen den allgemeinen Rettungsdienst. Die Ehrenamtlichen werden über ihr Smartphone alarmiert, sobald Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr mit der Meldung „Herz-Kreislauf-Stillstand“ oder „Bewusstlosigkeit“ eingehen. Bei einem Notfall in der Nähe ihres Aufenthaltsortes können die „Mobilen Retter“ schnell Erste Hilfe leisten, bis die Einsatzkräfte des parallel alarmierten Rettungsdienstes eintreffen. Mit dem System ergibt sich eine Möglichkeit, den Rettungsdienst mit geschultem Personal zu ergänzen“.

Und Svenja Noltemeyer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN führt dazu aus:

„Die Erfahrungen (beispielsweise in Essen, Kreis Unna) zeigen, dass die „Mobilen Retter“ den Notfallort durchschnittlich in 4 bis 5 Minuten erreichen können. Damit sind sie häufig schneller als der Rettungsdienst. Die Überlebensrate bei Herz-Kreislauf-Stillständen kann damit signifikant verbessert werden. Neben den jährlich anfallenden Kosten wollen wir mit unserem gemeinsamen Antrag auch geprüft wissen, inwieweit eine regionale Kooperation – insbesondere zur Abdeckung von Randbereichen des Stadtgebietes – Sinn macht, welche anbietenden Unternehmen es am Markt gibt und welche Erfahrungen andere Städte in NRW bereits gemacht haben“.


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